Archiv der Max-Planck-Gesellschaft
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Schaufenster

Die Anfänge der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft

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Gründungssitzung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft
in der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin
am 11.1.1911, Reproduktion aus: „Die Woche“
vom 21.1.1911

Der Festakt zur Gründung erfolgte am 11. Oktober 1910 in der Neuen Aula der damaligen Friedrich-Wilhelms-Universität in Berlin, die konstituierende Sitzung der Gesellschaft fand am 11. Januar 1911 im Großen Sitzungssaal der Königlichen Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin statt.

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Übernahme der Zoologischen Station Rovigno


Aus dem Aquarium der Zoologischen Station
Rovigno: Seeigel mit seinen Fraßspuren in dem
Algenbelag der Felsen. Originalpostkarte von 1912
(AMPG, VI. Abt., Rep. 1, Zoologische Station
Rovigno, Nr. II/9)

ZOOLOGISCHE STATION ROVIGNO: 1911 Ankauf durch die KWG als Zoologische Station Rovigno/Istrien, 1915 kriegsbedingt geschlossen, 1918 beschlagnahmt und von Italien als Istituto di biologia marina per l'Adriatico weitergeführt, 1930 umgewandelt in ein Deutsch-Italienisches Institut für Meeresbiologie, dessen deutscher Institutsteil 1943 kriegsbedingt in das Institut für Seenforschung und Seenbewirtschaftung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, Langenargen am Bodensee, verlagert und ab 1946 als Abteilung Hämmerling des Kaiser-Wilhelm-Institut für Biologie weitergeführt wird; das Institut in Rovigno fällt 1945 an Jugoslawien. 1947 in Wilhelmshaven als Kaiser-Wilhelm-/ Max-Planck-Institut für Meeresbiologie neu begründet, 1968 umbenannt in Max-Planck-Institut für Zellbiologie, 1978 Verlegung der Abteilungen Schweiger und Traub nach Ladenburg b. Heidelberg, 1979 endgültige Aufgabe des Standortes Wilhelmshaven mit Verlegung der Abteilung Jungblut nach Hannover, die im selben Jahr als Max-Planck-Instituts für experimentelle Endokrinologie ausgegliedert wird, 2003 Schließung.

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Einweihung des KWI für Chemie am 23.10.1912


Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin-Dahlem
mit Direktorenvilla (ganz li.) und Pförtnerhaus,
um 1912.
(AMPG, VI. Abt., Rep. 1, KWI f. Chemie, Nr. I/4)

KAISER-WILHELM-INSTITUT FÜR CHEMIE: 1911 in (Berlin-) Dahlem gegründet als Kaiser-Wilhelm-Institut, 1944 kriegsbedingt verlagert nach Tailfingen/Württemberg, 1949 verlegt nach Mainz und umbenannt in Max-Planck-Institut für Chemie, seit 1959 mit dem Zusatz: Otto-Hahn-Institut.

Einweihung des KWI f. physikalische Chemie und Elektrochemie am 23.10.1912


Kaiser-Wilhelm-Institut für physikalische Chemie
und Elektrochemie in Berlin-Dahlem, Mikrolabor
zwischen 1914/18 mit Mitarbeiterin Levy.
(AMPG, VI. Abt., Rep. 1, KWI f. physikalische
Chemie und Elektrochemie, Nr. II/4)

KAISER-WILHELM-INSTITUT FÜR PHYSIKALISCHE CHEMIE UND ELEKTROCHEMIE: 1911 in (Berlin-) Dahlem gegründet aus Mitteln der Koppelstiftung, 1912 Arbeitsaufnahme, 1916-1918 Militärinstitut, 1919 Umstrukturierung, 1923 Übernahme in die Verwaltung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, 1933 Entlassungen aufgrund der NS-Rassegesetze, 1935 erneute Indienstnahme durch das Militär, 1943 kriegsbedingte Teilverlagerungen in die Umgebung Berlins, u. a. nach Falkenhagen, Arensdorf und Petershagen, 1945 durch sowjetische Truppen besetzt und demontiert, seit 1947 betreut von der Deutschen Forschungshochschule, 1953 als Fritz-Haber-Institut in die Max-Planck-Gesellschaft übernommen.

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Arbeitsaufnahme des KWI f. Arbeitsphysiologie im April 1913


Max Rubner, 1. Direktor des Kaiser
-Wilhelm-Instituts für Arbeitsphysiologie,
Foto: Rudolf Dührkoop, 1910.
(AMPG, VI. Abt., Rep. 1, Rubner, Max,
Nr. 4)

KAISER-WILHELM-INSTITUT FÜR ARBEITSPHYSIOLOGIE: 1912 in Berlin gegründet, 1913 Arbeitsaufnahme, 1929 verlegt nach Dortmund mit Zweigstelle in Münster 1929-1941, 1948 umbenannt in Max-Planck-Institut für Arbeitsphysiologie, 1956 Ausgliederung der Abteilung Ernährungsphysiologie als Max-Planck-Institut, 1973 umbenannt in Max-Planck-Institut für Systemphysiologie bei gleichzeitiger Überführung des Bereichs Arbeitsphysiologie an die Universität Dortmund, 1992 wieder zusammengelegt mit dem MPI für Ernährungsphysiologie zum Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie.


Einweihung des KWI f. experimentelle Therapie am 28.10.1913


Einweihung KWI f. experimentelle
Therapie, Sonderbeilage zur
Einweihung des Berliner Lokal-
Anzeigers vom 30.10.1913.
(AMPG, I. Abt., Rep. 1A, Nr. 755,
Bl. 64)

KAISER-WILHELM-INSTITUT FÜR EXPERIMENTELLE THERAPIE: 1912 in (Berlin-) Dahlem gegründet, 1922 erweitert zum Kaiser-Wilhelm-Institut für experimentelle Therapie und Biochemie. 1925 Trennung beider Institute; doch ging de facto das Kaiser-Wilhelm-Institut für experimentelle Therapie im Kaiser-Wilhelm-Institut für Biochemie auf. Seine 1923 in Sao Paulo errichtete Abteilung für Mikrobiologie wurde 1926 als Forschungsstelle für Mikrobiologie der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft ausgegliedert, aber bis 1934 noch etatmäßig weitergeführt. 1941 Zusammenschluss der seit 1937 in Berlin tätigen Arbeitsgruppen für Virusforschung zu einer Arbeitsstätte für Virusforschung der Kaiser-Wilhelm-Institute für Biochemie und Biologie (1945 aufgelöst bzw. einige Abteilungen in die Institute übernommen). 1943 kriegsbedingte Verlagerung des Kaiser-Wilhelm-Institut für Biochemie nach Tübingen mit Ausnahme des im selben Jahr eingerichteten Laboratoriums für Gewebezüchtung; 1949 umbenannt in Max-Planck-Institut für Biochemie, 1954 Ausgliederung der Abteilung für Virusforschung als Max-Planck-Institut (heute Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie); 1956 verlegt nach München. Seit 1986 Arbeitsgruppe Proteindynamik als Außenstelle am DESY in Hamburg.

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Testamentarische Übereignung der Bibliotheca Hertziana an die KWG


Hauptsaal der Bibliotheca Hertziana,
Aufnahme von 1923 (AMPG, VI. Abt.,
Rep. 1, Bibliotheca Hertziana, Nr. II/9)

BIBLIOTHECA HERTZIANA DER KAISER-WILHELM-GESELLSCHAFT: 1912 in Rom als kunsthistorisches Institut gegründet, 1914 testamentarisch der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft übereignet, 1934 umbenannt in Kaiser-Wilhelm-Institut für Kunst und Kulturwissenschaft (Bibliotheca Hertziana bzw. seit 1938 im Palazzo Zuccari), 1944 beschlagnahmt, 1953 an die Max-Planck-Gesellschaft zurückgegeben als Bibliotheca Hertziana (Max-Planck-Institut), seit 2002 Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte.


Gründung u. Arbeitsaufnahme des KWI f. Hirnforschung im März 1914


Cécile Vogt am Mikroskop hit Hirnschnitt
im Kaiser-Wilhelm-Institut für Hirnforschung,
undatiert (AMPG, VI. Abt., Rep. 1, Vogt, Cécile,
Neg.-Nr. Q 16-1-4-3 und Q 16-3-95-8)

KAISER-WILHELM-INSTITUT FÜR HIRNFORSCHUNG: 1914 in Berlin gegründet, 1944/45 von Berlin-Buch nach Dillenburg verlagert, weitere Abteilungen nach Göttingen (bis 1968), Bochum-Langendreer (ab 1951 Köln) und Schleswig (1947-1962 in Marburg), 1948 umbenannt in Max-Planck-Institut für Hirnforschung, 1949 von Dillenburg nach Gießen verlegt, 1962 nach Frankfurt a. M., 1982 Ausgliederung der seit 1978 als Forschungsstelle für Hirn-Kreislaufforschung weitergeführten Kölner Abteilung als Max-Planck-Institut für neurologische Forschung. – Aus der ehem. Phonetischen bzw. Phonometrischen Abteilung (1928–1938) hervorgegangen das Deutsche Spracharchiv (Kaiser-Wilhelm-Institut für Phonometrie).


Einweihung des KWI f. Kohlenforschung im Juli 1914


Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Instituts für
Kohlenforschung am 27.7.1914 mit u. a. Adolf
von Harnack (Mitte, 1. Reihe), Franz Fischer (li.
dahinter) und Emil Fischer (3. li. neben Harnack).
(AMPG, VI. Abt., Rep. 1, KWI f. Kohlenforschung,
Nr. I/6)

KAISER-WILHELM-INSTITUT FÜR KOHLENFORSCHUNG: 1912 in Mühlheim a. d. Ruhr gegründet, 1939 in eine Stiftung umgewandelt, 1943-1945 Außenstelle in Halle/Saale, 1948 umbenannt in Max-Planck-Institut für Kohlenforschung, 1981 Ausgliederung des Instituts für Strahlenchemie als eigenes Max-Planck-Institut (seit 2003 Max-Planck-Institut für bioanorganische Chemie), 1992-1996 Partnerinstitut der Arbeitsgruppen CO2-Chemie an der Universität Jena sowie Asymmetrische Katalyse und Komplexkatalyse an der Universität Rostock.

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Arbeitsaufnahme des KWI f. Biologie


Carl Erich Correns, 1. Direktor
des KWI f. Biologie im Gewächshaus
des Instituts, um 1920. (AMPG, VI. Abt.,
Rep. 1, Correns, Carl, Nr. 4)

KAISER-WILHELM-INSTITUT FÜR BIOLOGIE: 1913 gegründet als in Berlin-Dahlem, 1918-1923 Angliederung einer Forschungsstelle für Bienenbiologie und Bienenzüchtung, 1930 Ausgliederung der Abteilung Warburg als Kaiser-Wilhelm-Institut für Zellphysiologie, 1939 Ausgründung eines Kaiser-Wilhelm-Instituts für Kulturpflanzenforschung, 1941 Zusammenschluss der seit 1937 in Berlin tätigen Arbeitsgruppen für Virusforschung zu einer Arbeitsstätte für Virusforschung der Kaiser-Wilhelm-Institute für Biochemie und Biologie (1945 aufgelöst und einige Abteilungen eingegliedert in diese Institute; seit 1954 Max-Planck-Institut für Virusforschung, seit 1984 Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie), 1942 Ausgründung eines Deutsch-Griechischen Instituts für Biologie, 1943 kriegsbedingt verlagert nach Hechingen/Hohenzollern, Trins/Tirol und Seefeld/Oberbayern, 1946-50 zusammengeführt in Tübingen, 1949 umbenannt in Max-Planck-Institut für Biologie, 1968 Ausgliederung der Abteilung Reichardt als Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik, 1993 Ausgliederung der Abteilung Meyer in das Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie; 2004 Institutsschließung.

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